Thüringer Beschaffungsallianz – fair und nachhaltig
Die Thüringer Beschaffungsallianz verfolgte das Ziel, den Anteil fairer und nachhaltiger Produkte in der öffentlichen und auch privaten Beschaffung in Thüringen zu erhöhen. Mit einem Beschaffungsvolumen in dreistelliger Milliardenhöhe im Jahr hat die öffentliche Hand in Deutschland eine erhebliche Marktmacht. Durch eine ökologische und sozial-verantwortliche Beschaffung nimmt die öffentliche Hand ihre globale Verantwortung wahr und wird Vorbild für eine zukunftsfähige Daseinsvorsorge.
Plattform für eine nachhaltige und faire Beschaffung
Im Rahmen des Projekts wurde eine Informationsdatendank aufgebaut: die Thüringer Beschafferplattform. Sie diente Personen, die in Thüringer Kommunen, in der Landesverwaltung sowie in den Ministerien mit öffentlicher Beschaffung befasst sind, zum Informations- und Erfahrungsaustausch über nachhaltige und faire Beschaffung. Neben rechtlichen Grundlagen, Studien und Gutachten wurden auf der Plattform auch Leitfäden für die Praxis zur Verfügung gestellt.
Zur Vernetzung gab es über die Plattform hinaus verschiedene Veranstaltungsformate wie thematische Fachtage und Marktdialoge. Dort traten Unternehmen und öffentliche Beschaffungsstellen vor Ausschreibungen in einen offenen Dialog, bei dem die Einhaltung von sozialen und ökologischen Kriterien thematisiert wurde. Zudem wurden einzelne Kommunen bei der Erarbeitung ihrer Beschaffungsleitlinien begleitet.
Projektbeteiligte
Der Arbeitskreis „Faire und nachhaltige Beschaffung in Thüringen“ nahm 2012 seine Tätigkeit auf und war Steuerungsorgan des Projekts.
Laufzeit
Jan. 2016 – Dez. 2019
Förderung
Engagement Global gGmbH mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt (SKEW) mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)